An manchen Tagen reibe ich meinen Penis und an anderen Tagen fasse ich mir mit der gleichen Hand an meine Stirn. Natürlich wasche ich sie vorher, keiner mag Smegma an der Stirn, also ich jedenfalls. Es gibt viele Gründe warum ich mir an die Stirn fassen muss, Inlandspolitik, Auslandspolitik und um Fieberigkeit zu erfüllen. Neuerdings muss ich mich des öfteren wegen anderen Bloggern an den Kopf fassen.

Stein des Anstosses und erneuter Stirnrunzelfaktor ist der gerade aktuelle Bloggerhype um einen eher mässig attraktiven Twitterjahreskalender, der viele Blogger veranlasst ihre eigene Integrität mit einem eher unsanften Schubs vor einen heran rollenden Intercity zu schubsen. Nach einer eher mässigen Diskussion mit dem Herrn ad-Martin-ator auf seinem posterous, ich sage bewusst nicht Blog obschon es mehr als eindeutig eines ist, frage ich mich was ein Blogger alles mitnehmen darf bevor er seine eigene Integrität verliert und damit dem “sogenannten” Blogsterben auf die Sprünge hilft.
Und ja INTEGRITÄT ist mein neues Lieblingswort, ich könne den ganzen Tag in jedem Satz INTEGRITÄT erwähnen und sogar Lieder, wenn nicht sogar ganze Gedichtbände, über INTEGRITÄT dichten.
Fass dich an deine eigene Nase hat meine Oma immer gesagt, sicherlich habe ich schon des öfteren einen Beitrag geschrieben der eben nicht NUR eurer Unterhaltung dienen sollte, sondern mir noch einen Entgelten Vorteil sichern sollte. Sei es der schicke Macbookaufkleber oder die tolle Fanta4 Blueray. Vielen dank nochmal an die bezaubernde Kati von sonic grape. Trotzdem gab ich mir immer grösste Mühe das alles nicht als Plumpe Werbung zu verkaufen. Nun frage ich mich wie weit man gehen darf und ob man mit solchen Verhalten seine Leser ausnutzt?!
Letztens bekam ich ungebeten einen Brief von einer grossen Druckplattform, mit der Bitte einen Beitrag zu verfassen im Tausch für einen 35 Euro Gutschein. Verlockend NICHT! Schliesslich benötige ich keine 1000 Visitenkarten oder Tassen mit meinem Logo! Obschon!? Egal! Viel mehr stelle ich mir die Frage, wie weit darf man als Blogbesitzer gehen und vor allem was passiert wenn man wirklich zu weit geht?
Ist es ein Stück Pappkarton mit 365 Zahlen drauf wert, seine eigene Leserschaft zu verprellen und ab wann fängt es an sich für einen zu lohnen!